Alle die noch laufen konnten spielten und siegten
Am Samstagmorgen standen Trainer Michi Fischer für die Auswärtspartie in Beerfelden noch sechs Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Dabei fehlten gegenüber der Partie gegen Großwallstadt nun auch noch Sebastian Binder und Sebastian Murr.
So wurde kurzfristig der 57-jährige Sigurd Keller und Laurin Uebel reaktiviert. Zusätzlich agierte Michi Fischer nach elfjähriger aktiver Handballpause als Spielertrainer.
Die Voraussetzungen in Beerfelden etwas zu holen waren also denkbar schlecht, zumal mit einem wesentlich besser besetzten Kader das Vorspiel zuhause mit 37:40 Toren verloren ging.
Eine bärenstarke Leistung bot Torhüter Christian Lorenz, der mit zahlreichen überragenden Paraden den Angreifern der Odenwälder immer wieder den Zahn zog.
Im Angriff konnte durch ein bedachtes Spiel die Fehlerquote in Grenzen gehalten werden. Hier konnte vor allem Christo Göbel, mit seiner Wurfgewalt, immer wieder Nadelstiche setzen. Neben Torhüter Lorenz gilt vor allem ihm, und Timo Hopf, die beide die komplette Partie durchspielten, ein Sonderlob. Aber auch alle anderen spielten an ihrem absoluten Limit.
Dies führte dazu, dass die favorisierten Gastgeber von Beginn an in Schach gehalten werden konnten. Wie erwartet gab Beerfelden zunächst den Ton an und führte nach elf Spielminuten mit 9:6 Toren. Mit drei Toren in Folge konnte die MSG zum 9:9 ausgleichen und von hier an war es eine Partie auf Augenhöhe. Mit einer 15:16-Führung ging es in die Pause und in dieser holten sich die Gäste die Energie und den Glauben, dass an diesem Tag ein Überraschungserfolg drin ist.
Der knappe Vorsprung wurde gehalten und bis zur 50. Spielminute sogar auf sechs Treffer (22:28) ausgebaut. Die restlichen zehn Minuten wurden nun routiniert heruntergespielt und am Ende konnte ein völlig überraschender 27:32-Auswärtserfolg von all denen die an diesem Tag noch laufen konnten ausgiebig gefeiert werden.
Es spielten: Max Poth und Christian Lorenz im Tor
Im Feld: Christo Göbel (12/3), Benedikt Thomas (2), Christoph Keller (2), Timo Hopf (6), Yannik Held (1), Nicolai Gabele (1), Stefan Wilde (8), Michael Fischer, Laurin Uebel, Sigurd Keller.